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Chronobiologie

Das Forschungsgebiet der Chronobiologie befasst sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung biologischer Rhythmen. Praktisch alle Funktionen des Menschen, wie aller Lebewesen, verändern sich systematisch im Laufe des Tages und der Nacht. "Innere Uhren" steuern den periodischen Wechsel des Organismus. Als Beispiel seien so unterschiedliche Funktionen wie die Körpertemperatur, die Kreislaufstabilität, die Schmerzemfindung und die Leistungsfähigkeit genannt. Der Verlauf dieser Messgrössen ähnelt einer Sinuswelle mit einem Maximalwert und einem Minimalwert am Tage. Aufgrund dieser Rhythmik findet sich ein absolutes Tief für den Organismus um 3 Uhr nachts. Dies ist auch der Zeitpunkt, wo der Nachtarbeiter die meisten Fehler macht, die Stimmung ihren Tiefpunkt hat und wo die meisten Menschen sterben, aber auch geboren werden. Eingebettet in diese Schwingung ist auch der Schlaf der ja meist zu dem ebengenannten Zeitpunkt stattfindet. Die innere Uhr sorgt dafür, dass der Mensch zu dieser Zeit nicht aktiv ist, sondern für Erholungsvorgänge nutzt. Gehorcht der Betreffende hierbei nicht seiner "inneren Uhr", so muss er in der Nacht mit Schlafstörungen und am Tage mit Müdigkeit rechnen. Nicht verwechselt werden sollte dieser wissenschaftliche Ansatz in der Rhythmusforschung mit der "Biorhythmik", die sich spekulativ mit imaginären Rhythmen befasst. Hiervon distanziert sich die Chronobiologie ausdrücklich.